Senk-, Spreiz-, Knick-, und Plattfüße schnell erkannt !

In unserer Bevölkerung laufen über 90% mit kranken Füßen herum. Bei den meisten Menschen zählen schmerzfreie Füße zu den gesunden Füßen. Dies ist jedoch ein großer Irrtum.
Es gibt viele kleinere Anzeichen, wie z.B. Fußsohlenbrennen, Ziehen in der Wade, Ziehen in den Schienbeinen, Stechen im Mittelfuß oder in den Zehen, nächtliche Wadenkrämpfe usw, um nur einige zu nennen, die auf "kranke" Füße hindeuten. Aber wir ignorieren diese Anzeichen mit der Begründung, daß dies beruflich bedingt ist. " Schließlich müssen wir ja lange stehen, gehen oder arbeiten. Da ist das ganz normal".

Leider scheuen oder schämen sich viele Menschen (hauptsächlich Frauen) zum Arzt oder Orthopäden zu gehen, um Ihre Füße untersuchen zu lassen. Aus diesem Grund habe ich hier eine Selbstdiagnose-Seite eingerichtet, mit der Sie selbst feststellen können, wie gesund Ihre Füße tatsächlich sind.

Solche Fußveränderungen (Fußdeformationen) sind unter anderem anhand eines Fußabdruckes ersichtlich. Näheres zu den Abdruckarten finden Sie hier.

    Senk- und Plattfüße:   -  schnell erkannt
    Spreiz- und Knickfüße:   -  schnell erkannt
    Farbabdruck:   -  Fußabdruck zu Hause selbst erstelt
    Farbabdruck   -  Auswertung
    Umrißzeichnungen   -  Auswertung


Selbsterkennung von Senk- und Plattfüßen:

Setzen Sie sich auf einen Stuhl und legen ein Bein abgewinkelt über das andere. Halten Sie einen flachen Gegenstand, z.B. ein Buch, an die Fußsohle. Nun betrachten Sie die Innenseite Ihres unbelasteten Fußes. Es sollte ein deutliches Gewölbe zu erkennen sein, welches an der Ferse steil ansteigt und nach vorn zu den Ballen verlaufend abflacht. Sehen Sie hier kein Gewölbe mehr, so handelt es sich bereits um einen Plattfuß. Machen Sie diesen Test auch mit Ihrem anderen Fuß, denn kein Fuß ist wie der andere.
Legen Sie 2 DIN-A 4 Blätter nebeneinander auf den Boden. Winkelns Sie ihre Beine etwa 90° ab und stellen Sie jeden Fuß locker auf ein Blatt. Nehmen Sie einen Stift und zeichnen Sie die Umrisse Ihrer Füße nach. Anschließend stellen Sie sich hin. Belasten Sie die Füße nacheinander mit Ihrem gesamten Körpergewicht. Zeichnen Sie auch jetzt die Umrisse Ihrer Füße nach. Am Besten in einer anderen Farbe.
Schieben Sie Ihren Mittelfinger, mit der Fingerunterseite nach oben zeigend, soweit es geht, in der Mitte unter das mit dem ganzen Körpergewicht belasteten Fußgewölbe. Wenn Sie Ihren Finger leicht, d.h. ohne daß er deutlich streift oder stark zusammengedrückt wird, bis über das 1. Fingerglied unterschieben können, so haben Sie einen leichten Senkfuß. Flachen Ihre Fußwölbungen stark oder ganz ab und berühren den Boden, d.h. Sie bekommen Ihren Finger nicht soweit oder gar nicht mehr unter das Fußgewölbe, so haben Sie einen starken Senkfuß oder einen lockeren Plattfuß.

Selbsterkennung von Spreiz - Knickfüßen:

Spreizfüße können äußerst schmerzhaft sein. Sie lassen sich dadurch erkennen, daß das Quergewölbe bei Belastung des Fußes einsinkt.
Betrachten Sie zuerst die Fußsohle Ihrer unbelasteten Füße. In Höhe der Ballen sollte eine deutliche Mulde zu erkennen sein. Falls dort keine deutliche Mulde zu sehen ist, handelt es sich bei Ihnen bereits um Spreizfüße, und es wird für Sie Zeit, Einlagen zu tragen, bevor starke Schmerzen auftreten.
Als nächstes überprüfen Sie die Beweglichkeit des Spreizfußes. Dazu gehen Sie wie folgt vor:
Nehmen Sie den Fuß in beide Hände. Legen Sie die Finger Ihrer Hände um den Fußrücken. Mit beiden Daumen drücken Sie in die Mulde zwischen den Ballen. Lassen sich die Daumen eindrücken, und der Vorfuß mit den anderen Fingern um die Daumen drehen, ohne daß Sie dabei Schmerzen verspüren, so handelt es sich um einen lockeren Spreizfuß. Sind diese Bewegungen nicht mehr, oder nur teilweise möglich, so handelt es sich hier um einen verhärteten oder kontrakten Spreizfuß.
Eine Folge von Senkfüßen, bzw. Senk-Spreizfüßen sind die Knickfüße. Hier knicken bei Belastung die Mittelfußknochen ein. Dadurch verdrehen sich die Füße und werden beim Laufen nach Außen gedreht. Der typische Entengang entsteht.
Knickfüße kann man schon an den Schuhen erkennen. Zeigt der Schaft zur Innenseite, oder werden die Absätze einseitig abgelaufen, läßt dies auf einen Knickfuß schließen.
Für den Test stellen Sie sich hin. Schauen Sie sich mit Hilfe eines Spiegels die belasteten Füße von hinten an, oder bitten Sie jemanden, dies für Sie zu tun. Kippen die Innenknöchel bei Belastung nach innen, und die Fersen nach außen, so handelt es sich hier um Knickfüße.

In all diesen Fällen sollten Sie umgehend Einlagen tragen, denn es können Schmerzen entstehen, die sich von den Füßen über die Beine, dem Rücken bis zu den Schultern und Kopf ziehen können.

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Anleitung für Fussabdruck mit Wasserfarbe

Benötigtes Material

1 Blatt saugfähiges Papier
Wasserfarbe
1 Glas Wasser
1 Pinsel
Fussohlen anmalen
Fusssohlen gleichmässig mit Wasserfarbe anmalen. Nachgetrocknete Stellen am Schluss nochmals anstreichen.
Auf das Papier stehen
Mit bemaltem Fuss auf das vorbereitete Papier treten und einen Moment darauf stehen bleiben. Besonders gut eignet sich Papier, das für den Farbtintenstrahl- Drucker vorgesehen ist.
Fuss heben
Fuss vorsichtig vom Papier abheben und nach ein paar Minuten Trocknungszeit ist der persönliche Fussabdruck fertig !

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Diagnose der Farbabdrücke:

Der gesunde, normale Fuß zeigt gleichmäßige dunklere Druckstellen und eine gleichmäßige runde Wölbung.
Der Senkfuß ist ein schwacher, instabieler Fuß. Je nach Grad der Senkung, läßt sich ein leichtes bis stärkeres Einsinken der Längsgewölbe beobachten.
Der Knick-Senkfuß entsteht dadurch, daß im Stadium des Einsinkens der Längsgewölbe gleichzeitig auch das Fersenbein nach innen umkippt.
Beim Plattfuß ist die Fußwölbung eingebrochen, so daß sie "platt"-gedrückt wird. Dies zeigt sich beim Fußabdruck deutlich.
Im Gegensatz zum Senk- und Plattfuß weist derselbe eine übermäßig hohe Längswölbung auf.
Vielfach kommen gleichzeitig mit dem Hohlfuss Hammer- oder Krallenzehen vor, welche wegen Schuhdruck schmerzhafte Hühneraugen aufweisen
Der Spreizfuß mit Hallux valgus
Die Mittelfußknochen gehen nach vorne auseinander wie die gespreizten Finger einer Hand. Der Vorfuss wird dadurch breit.

Die Hallux valgus Deformität ist eine Folge des Spreizfußes. Durch die Spreizung der Mittelfussknochen hat das Fußquergewölbe seine Richtung geändert. Es verläuft nicht mehr einwärts, sondern hat sich um seine Achse gedreht. Dadurch kommt die normalerweise fußsohlenwärts vorstehende Partie nach innen zu liegen und verursacht hier eine Vorwölbung. Um im Schuh Platz zu haben, muß sich die große Zehe nach auswärts abwinkeln, wodurch die typische Hallux Valgus-Deformation entsteht.

Diagnose der Fußumrißzeichnungen:

Sehen Sie sich die Umrißzeichnungen Ihrer Füße an. Nehmen Sie ein Lineal und messen Sie zuerst die Länge beider Füße im unbelasteten Zustand. Anschließend die Breite (im Ballenbereich) beider Füße. Notieren Sie sich diese Werte. Dann messen Sie die Länge und Breite Ihrer Füße im belasteten Zustand. Sind Ihre Füße im Belasteten Zustand mehr als 5 mm länger und mehr als 3 mm breiter geworden, können Sie davon ausgehen, daß es sich bei Ihnen um Senk - Spreizfüße handelt.

Sollten Sie mit der genannten Fuß-Selbstdiagnose nicht zurecht kommen, oder wissen wollen, ob Ihre Einlagen noch passen, können Sie mir gerne Bilder von Ihren Füßen und/oder Einlagen per eMail schicken.
Dieser Service ist selbstverständlich kostenlos und unverbindlich!