Die Seite über Einlagenanfertigung

Auf dieser Seite möchte ich Ihnen einen möglichen Ablauf einer Einlagenanfertigung zeigen. Dieser sollte wie folgt aussehen:

    1. Untersuchung   -  was alles untersucht werden soll
    2. Besprechung   -  der Testergebnisse
    3. Abdruckarten   -  welche es gibt
    4. Anfertigung   -  der Einlagen
    5. Abschlußgespräch   -  diverse Erklärungen
    6. Anprobe   -  der fertigen Einlagen

1. Genaue Untersuchung der Füße

Fußsohlen

Beurteilung der Fußsohlen
Bei dieser Untersuchung soll festgestellt werden, ob die Fußsohlen Druckstellen, Warzen, Fersensporne, vermehrte Hornhautbildung usw. aufweisen.

Zehen

Bei dieser Untersuchung soll die Zehenform (Hallux Valgus, Krallen- und Hammerzehen) und die Beweglichkeit der Zehen (volle Beweglichkeit, eingeschränkt, versteift) geprüft werden.

Mittelfuß

Bei dieser Untersuchung soll die Beweglichkeit der Mittelfußknochen , hinsichtlich Spreizfuß geprüft werden.

Füße und Beine

Bei dieser Untersuchung sollen die Füße und Beine von hinten geprüft werden, um eine Knickfußstellung zu erkennen

Laufanalyse

Hier soll eine Gangprobe erfolgen, die entweder auf dem Boden oder auf einem Laufband stattfinden soll.

2. Besprechung der Testergebnisse und
Erläuterung der Maßnahmen

Die Besprechung

Nun sollte ein ausführliches Gespräch erfolgen, welches dem Patienten den Gesundheitszustand seiner Füße verdeutlicht. Desweiteren sollten die nun erforderlichen Maßnahmen, am Besten mit Hilfe von Mustern wie z.B Einlagen, erklärt und demonstriert werden.

3. Abdruckarten der Füße

Gipsabdruck

Bei deutlichen Knickfüßen ist ein Gipsabdruck mittels Gipsbinden unbedingt erforderlich, da hier meist Schaleneinlagen oder Einlagen mit Fersenflügeln und Supinationskeilen angefertigt werden, die exakt an den Füßen anliegen und diese korrigieren müssen.

Tretschaumabdruck

Der Tretschaumabdruck wird am Meisten angewendet. Er kann für Senk-, Spreiz- und Hohlfüße verwendet werden. Bei Knickfüßen müssen die Abdrücke in korrigierter Fußstellung durchgeführt werden.

Farb-oder Belastungsabdruck

Auch der Farb-oder Belastungsabdruck wird zur Anfertigung von Einlagen verwendet. Die dunklere Färbung gibt Aufschluß darüber, wie stark einzelne Punkte entlastet werden müssen. Dieser gibt aber keinen Aufschluß darüber, wie hoch das Längsgewölbe des Fußes ist.

Scannerabdruck

Diese Abdruckart wird erst seit kurzer Zeit angewendet. Durch den Scannerabdruck lassen sich die Fußsohlen dreidimensional abbilden, was einen Schluß auf die Wölbungshöhe zuläßt. Desweiteren lassen sich auch Belastungspunkte auf der Fußsohle erkennen.

4. Anfertigung der Einlagen

Gipsabdruck

zuerst wird der "Gipsschuh" ausgegossen. Danach wird das Fußpositiv aus dem "Gipsschuh" herausgenommen und nachbearbeitet. Der so korrigierte Gipsabdruck dient nun zur Formung der Einlagen. Die Formung geschieht heute meist durch Vacuum Unterdruckpressen. In kleineren Betrieben "kann" dies noch auf diese Art erfolgen.

Tretschaumabdruck

zuerst wird der Tretschaumabdruck ausgegossen. Danach wird das Fußpositiv aus dem Tretschaum herausgenommen und nachbearbeitet. Der so korrigierte Gipsabdruck dient nun zur Formung der Einlagen. Die Formung geschieht heute meist durch Vacuum Unterdruckpressen. In kleineren Betrieben "kann" dies noch auf diese Art erfolgen.

Farb-oder Belastungsabdruck

Die dunklere Färbung des Abdruckes gibt einen Anhaltspunkt, z. B. welche Spreizfußpelotte gewählt werden muß, d.h. wie hoch und wie breit diese Pelotte sein muß, um eine optimale Druckentlastung zu erzielen.

Scannerabdruck

Mittels weiterer Software ist es möglich, die errechneten Daten direkt an an eine Fräse weiter zu geben, die dann entweder ein Positiv der Fußsohle oder gleich die erforderlichen Einlagen fräst.

5. Abschlußgespräch

Die Besprechung

Bei diesem Gespräch sollte dem Patienten die Funktion und die Wirkungsweise der Einlagen erklärt werden. Außerdem sollte dem Patienten, die sich damit für ihn verbundenen Änderungen bezüglich Schuhe, erläutert werden.

6. Anprobe der fertigen Einlagen

Anprobe am Fuß

Zuerst wird die Einlage an den Fuß gehalten, um zu sehen, ob die Wölbungshöhe ausreichend und die Spreizfußpelotte auch an der richtigen Stelle ist. Bei Schaleneinlagen wird auch geprüft, ob die Einlage zwar eng am Fuß anliegt, jedoch keine Druck- oder Scheuerstellen zu erwarten sind.

im Stand

Jetzt wird geprüft, ob die Einlage eine ausreichende Korrektur und oder Stützwirkung auf den Fuß ausübt, d.h. ob das Längsgewölbe genügend abgestützt wird, die Spreizfußpelotte den Vorfuß genügend entlastet, die Schaleneinlage den Knickfuß optimal aufrichtet, oder ob hier noch Korrekturen, wie z.B. Supinationskeile, Längsgewölbeerhöhung oder höhere Spreizfußpelotten notwendig sind.

Einpassen in die Schuhe

Sind bis hier her alle Überprüfungen in Ordnung gewesen, folgt nun das Einpassen der Einlagen in die Schuhe.

Probetragen

Sind alle Arbeiten erledigt, werden die Einlagen in den Schuhen "Probe getragen".

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